Milch Phospholipide

Milch Phospholipide unterscheiden sich erheblich von anderen natürlichen Phospholipid-Gemischen wie z.B von Soja, Ei oder marinen Phospholipiden. Dieser Unterschied liegt nicht nur bei den Phospholipiden sondern auch bei der Fettsäurezusammensetzung. Bedenkt man, dass Kuhmilch nur ca. 0.1 % Phospholipide enthält, so kann man sich gut vorstellen, dass es erheblicher Milchmengen bedarf, um substantielle Mengen an Phospholipiden zu produzieren.

Typisch für Phospholipide aus Milch ist der hohe Gehalt an Sphingomyelin (SPM), ein Phospholipid sonst nur im Eilecithin enthalten, allerdings in wesentlich geringerer Konzentration. Der Gehalt an SPM, PC und PE ist nahezu gleich, jeweils ca. 25 %. 50 % der Fettsäuren sind gesättigt, 35 % einfach und 15 % mehrfach ungesättigt. Der Unterschied sowohl bei den Fettsäuren wie auch bei den Phospholipiden erklärt die besonderen Eigenschaften – technologisch und physiologisch - der Milch Phospholipide.

SPM ist bekannt für seinen Cholesterin-senkenden Effekt. Der vermutete Mechanismus ist ähnlich wie den Sterolen auf eine reduzierte Cholesterin-Absorption zurückzuführen. Die SPM-Stoffwechsel-produkte sind außerordentlich bioaktiv und spielen eine Rolle bei entzündlichen Prozessen, beim sogenannten programmierten Zelltod (Apoptose), aber auch bei der Prävention von Darmkrebs. Das weitgehend gesättigte Milch-PC unterstützt die cholesterinsenkende Wirkung von SPM.

Das in Milch Phospholipiden enthaltende PS hat vergleichbare Wirkungen auf Gedächtnis, Konzentration und Stressmilderung wie Soya- PS. Die Minor-bestandteile Ganglioside sind von Bedeutung im Bereich der Säuglingsnahrung.

Milch Phospholipide bieten eine faszinierende Synergie von attraktiven technologischen Emulgatoreigenschaften und bedeutsamen gesundheitlichen Wirkungen. Unter anderem senken Milch Phospholipide den Cholesterin-spiegel, schützen die Magenschleimhaut und beugen entzündlichen Darmerkrankungen vor.

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